Unser Projekt ist in mehrere Projektperioden unterteilt, in denen das Projektteam die im Antrag festgelegten Ziele und Ergebnisse umsetzt. Jede Periode ist auf spezifische Meilensteine und Erfolge ausgerichtet, die den Projektfortschritt unterstützen. Die angestrebten Ergebnisse sind auf vier Hauptziele ausgerichtet:
Ziel 1 – Planung, Organisation und Durchführung der Mobilitätsaktivitäten
Dieses Ziel konzentriert sich auf die sorgfältige Vorbereitung und erfolgreiche Umsetzung internationaler Mobilitätsprogramme. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln und ihre beruflichen sowie sozialen Kompetenzen zu erweitern.
Ziel 2 – Vermittlung interkultureller Kompetenzen und europäischer Werte an Lehrpersonal und Lernende
Durch interkulturelle Begegnungen, gemeinsame Projekte und Freizeitaktivitäten fördern wir ein tieferes Verständnis für kulturelle Vielfalt und europäische Werte. Dies stärkt Toleranz, gegenseitigen Respekt und den Aufbau nachhaltiger Beziehungen.
Ziel 3 – Ausbau des Netzwerks internationaler Partner des Konsortiums
Unser Ziel ist es, das Konsortium jährlich um mindestens drei neue Partnerinstitutionen zu erweitern. So stärken wir die internationalen Bildungsprogramme und bereichern das Projekt mit neuen Perspektiven und Ressourcen.
Ziel 4 – Einrichtung eines Kompetenzzentrums für internationale Berufsbildung in der Region
Mit diesem Ziel streben wir die Schaffung eines Kompetenzzentrums an, das als zentrale Anlaufstelle für internationale Bildungsprogramme dient und die berufliche Qualifizierung in der Region nachhaltig unterstützt.
Projektperiode 2: Umsetzung vom 1. Juni 2023 bis 31. August 2024
Ziel 1: Planung, Organisation und Durchführung der Mobilitätsaktivitäten.
Während der Abrechnungsperiode wurden insgesamt 92 Mobilitäten erfolgreich durchgeführt, obwohl ursprünglich 91 geplant waren. Besonders erfreulich ist, dass dreimal so viele Teilnehmende mit geringeren Chancen in das Projekt integriert werden konnten als ursprünglich vorgesehen. Darüber hinaus nutzten fünfmal mehr Teilnehmende nachhaltige Verkehrsmittel, was einen wichtigen Beitrag zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität im Rahmen des Projekts leistet.
Nach einem vorbereitenden Besuch wurde auch die Mobilität in die USA erfolgreich abgestimmt. Die entsprechenden Unterlagen befinden sich derzeit in der Vorbereitung, und die Mobilität ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Dies stellt eine bedeutende Erweiterung des Projekts dar, die den Teilnehmenden wertvolle internationale Erfahrungen ermöglicht.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihr Praktikum im Rahmen des Projekts abgeschlossen haben, erhalten die Praktikumszeugnisse. Diese Zeugnisse werden von den Ausbildungsstätten anerkannt, da im Vorfeld alle notwendigen Unterlagen vorbereitet und mit den jeweiligen Institutionen abgestimmt wurden.
Evaluierung der Ergebnisse von Ziel 1:
Die Evaluierung der Ergebnisse von Ziel 1 erfolgte im Rahmen einer umfassenden und kontinuierlichen Prozessbewertung. Dabei wurden sowohl die Teilnehmenden der Mobilitäten als auch die aufnehmenden Organisationen befragt, um wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung unserer Abläufe und zur Sicherstellung der hohen Qualität unserer Mobilitätsprojekte zu gewinnen.
Die Rückmeldungen zu den durchgeführten Mobilitäten fielen durchweg positiv aus. Besonders hervorzuheben ist die erfolgreiche Integration von Teilnehmenden mit geringeren Chancen sowie der signifikant gestiegene Einsatz nachhaltiger Verkehrsmittel. Diese Errungenschaften stellen zentrale Erfolge des Projekts dar.
Dank der sorgfältigen Planung und Durchführung konnten die ursprünglichen Ziele nicht nur erreicht, sondern in verschiedenen Bereichen sogar übertroffen werden, was die nachhaltige Wirkung und den Erfolg des Projekts eindrucksvoll unterstreicht.
Ziel 2: Vermittlung interkultureller Kompetenz und europäischer Werte für Lehrpersonal und Lernende durch gemeinsame Arbeit und Freizeiterlebnisse.
Im Rahmen der Praktika bot sich den Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit, in verschiedenen europäischen Ländern wie Griechenland, Italien, Frankreich und Österreich zu arbeiten und wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln. Der tägliche Kontakt mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen förderte nicht nur den kulturellen Austausch, sondern stärkte auch ihre interkulturelle Sensibilität. Die Teilnehmenden meisterten vielfältige Herausforderungen und passten sich neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen an. Diese Erfahrungen schärften ihre Anpassungsfähigkeit und entwickelten in ihnen eine tiefere Toleranz gegenüber kulturellen Unterschieden.
Die in diesem Prozess erworbenen Kompetenzen werden den Teilnehmenden nicht nur in ihrer unmittelbaren beruflichen Laufbahn, sondern auch langfristig auf internationalen Karrierewegen zugutekommen. Die Erweiterung ihrer beruflichen Perspektiven, gepaart mit einer gesteigerten interkulturellen Kompetenz, bereichert sowohl ihre berufliche als auch ihre persönliche Entwicklung nachhaltig.
Nach Abschluss des Praktikums nahmen sich die Teilnehmenden Zeit, ihre Erfahrungen zu reflektieren und in konstruktivem Feedback auszudrücken. Dabei teilten sie ihre gewonnenen interkulturellen Erkenntnisse und berichteten von ihrer persönlichen Weiterentwicklung, die weit über das rein Fachliche hinausging.
Evaluierung der Ergebnisse von Ziel 2:
Das Ziel, interkulturelle Kompetenz und europäische Werte durch gemeinsame Arbeit und Freizeiterlebnisse zu vermitteln, wurde vollumfänglich erreicht. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden belegen eine signifikante Stärkung ihrer interkulturellen Fähigkeiten, während sie in verschiedenen kulturellen Kontexten arbeiteten und lebten. Die positive Resonanz auf ihre Fähigkeit, sich den neuen Herausforderungen anzupassen, bestätigt die erfolgreiche Umsetzung dieses Ziels. Die Reflexionsrunden und das persönliche Feedback der Teilnehmenden unterstreichen, dass sie nicht nur auf beruflicher Ebene, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung deutlich gewachsen sind.
Ziel 3: Erweiterung des Netzwerks internationaler Partner des Konsortiums durch die Gewinnung von mindestens drei neuen Partnerinstitutionen pro Jahr.
In dieser Projektphase wurde das Netzwerk des Konsortiums erfolgreich um mehrere internationale Partner erweitert. Die École Internationale de Boulangerie SAS und The Masters of My Moulin aus Frankreich, die University of Medicine-Pleven aus Bulgarien sowie die ASSO – Agenzia per lo Sviluppo Sostenibile aus Italien bereichern nun das wachsende Netzwerk. Diese neuen Partnerschaften eröffnen nicht nur neue Horizonte für den fachlichen Austausch, sondern fördern auch die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und nachhaltige Entwicklung.
Die gewonnenen Partnerinstitutionen stehen für Exzellenz in ihren jeweiligen Fachgebieten und tragen maßgeblich zur Vertiefung der internationalen Kooperation innerhalb des Konsortiums bei. Der kontinuierliche Ausbau dieses Netzwerks schafft Synergien, die sowohl den Lehrenden als auch den Lernenden zugutekommen. Durch den Austausch von Wissen und Best Practices werden innovative Ansätze entwickelt, die die Qualität der beruflichen Bildung im internationalen Kontext weiter steigern.
Evaluierung der Ergebnisse von Ziel 3:
Das Ziel, jährlich mindestens drei neue Partnerinstitutionen zu gewinnen, wurde nicht nur erreicht, sondern mit der Gewinnung von vier renommierten Institutionen übertroffen. Die Vielfalt der neuen Partner, die aus verschiedenen Fachrichtungen und Ländern kommen, spiegelt die dynamische und wachstumsorientierte Strategie des Konsortiums wider. Die Partnerschaften tragen zu einer starken internationalen Vernetzung bei. Das Netzwerk des Konsortiums ist somit gut aufgestellt für zukünftige Kooperationen und Entwicklungen.
Ziel 4: Konzipierung, Errichtung und Inbetriebnahme eines Kompetenzzentrums für internationale Berufsbildung in der Region.
Das im Jahr 2022 entwickelte Konzept für eine Internationale Berufsschule wurde kontinuierlich durch die ThAEP gefördert und weiterentwickelt. Im August 2023 fanden bilaterale Gespräche zwischen der Landbäckerei Thieme, die als praktischer Ausbildungsort fungiert, und dem College für Lebensmitteltechnologie in Lemberg/Lviv (Ukraine) statt. Diese Gespräche, die über Skype geführt wurden, legten den Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit und mündeten im Dezember 2023 in der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Partnern.
Ein erster Meilenstein dieses Vorhabens wurde im Januar und Februar 2024 erreicht, als die ersten Praktikantinnen aus der Ukraine erfolgreich ihr Vordiplompraktikum bei der Landbäckerei Thieme absolvierten. Diese Praktika boten den Auszubildenden nicht nur wertvolle praktische Erfahrungen, sondern förderten auch den kulturellen Austausch zwischen den beteiligten Ländern. Die Möglichkeit, traditionelle deutsche Handwerkstechniken in einer internationalen Umgebung zu erlernen, unterstreicht die Bedeutung dieses Kompetenzzentrums, das die berufliche Bildung über Ländergrenzen hinweg auf ein neues Niveau hebt.
Evaluierung der Ergebnisse von Ziel 4:
Das Ziel der Konzipierung, Errichtung und Inbetriebnahme eines Kompetenzzentrums für internationale Berufsbildung wurde erfolgreich erreicht. Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Landbäckerei Thieme und dem College für Lebensmitteltechnologie in Lemberg/Lviv sowie die Durchführung der ersten Praktika stellen bedeutende Meilensteine in der Umsetzung dar. Die praktische Anwendung des Konzepts zeigte, dass es nicht nur realisierbar ist, sondern auch große Potenziale für die berufliche Weiterentwicklung junger Fachkräfte bietet. Die positiven Rückmeldungen der ersten Praktikantinnen bestätigen den Erfolg dieser Initiative.
Projektperiode 1: Umsetzung vom 1. Juni 2021 bis 31. August 2023
Ziel 1. Planung, Organisation und Durchführung der Mobilitätsaktivitäten.
Die Abrechnungsperiode erstreckt sich über die Jahre 2021-2023. In diesem Zeitraum wurde ein Konzept zur Planung, Organisation und Durchführung der Mobilitätsaktivitäten erarbeitet, dass die Gesamtheit der Prozesse (inklusive Definition/Bewertung der Lernergebnisse, Benennung Mentoren), den Bedarf und die Ressourcen der Konsortialmitglieder abbildet. Es wurde eine umfassende Prozesskette, die alle Schritte mit Ausführungsprozedere von der Gewinnung der Teilnehmenden über die administrativen und falls erforderlich visumseitigen Handlungen bis zur Begleitung bei der aufnehmenden Einrichtung, erstellt.
Es wurden verschiedene Aktivitäten geplant, darunter Kurzzeitmobilitäten, Job-Shadowing sowie Lehr- und Ausbildungstätigkeiten, und sie wurden erfolgreich durchgeführt.
In der Abrechnungsperiode von 2021 bis 2023 konnten im ersten Jahr 50 Lernende gewonnen werden, die an Mobilitäten teilgenommen haben. Im zweiten Jahr erhöhte sich die Anzahl der teilnehmenden Lernenden auf 75. Insgesamt wurden 128 Mobilitäten erfolgreich durchgeführt, wodurch wir unser erstes Ziel erreicht haben.
Es ist auch erwähnenswert, dass mehr als 95% der Teilnehmer ihre Teilnehmerberichte vorbereitet und eingereicht haben.
Angesichts der Herausforderungen, die sich aus der Covid-19-Pandemie ergeben haben, wurden einige Anpassungen an den Aktivitäten im Rahmen von Ziel 1 vorgenommen. Dazu gehörte beispielsweise die Durchführung eines Berufswettbewerbs, der ursprünglich nicht geplant war, um die Anzahl der Mobilitäten zu erhöhen.
Die Teilnehmer an den Mobilitätsaktivitäten haben während der Beratungen kontinuierliches Feedback zu ihren Erfahrungen gegeben, was es uns ermöglicht hat, den Erfolg der Aktivitäten zu bewerten und Verbesserungen vorzunehmen.
Die Evaluierung der Ergebnisse von Ziel 1 erfolgte in Form einer umfassenden, begleitenden Bewertung des Prozesses. Hierbei wurden Befragungen sowohl der Mobilitätsteilnehmenden als auch der aufnehmenden Organisationen durchgeführt. Diese Erhebungen dienten der Optimierung unserer Prozesse und der Sicherstellung der Qualität unserer Mobilitäten.
Ziel 2. Vermittlung interkultureller Kompetenz und europäischer Werte für Lehrpersonal und Lernende durch gemeinsame Arbeit und Freizeiterlebnisse.
Während des Praktikums hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einem internationalen Umfeld in Griechenland, Italien und Österreich zu arbeiten und mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenzukommen. Dies förderte den kulturellen Austausch und ermöglicht es den Teilnehmern, ihre interkulturelle Sensibilität zu entwickeln. Durch die Bewältigung von Herausforderungen und das Anpassen an neue Lebens- und Arbeitsbedingungen in einem anderen Land entwickelten die Teilnehmer Anpassungsfähigkeit und Toleranz gegenüber kulturellen Unterschieden.
Die erworbenen Fähigkeiten sind auch auf lange Sicht von Nutzen, da sie die Teilnehmer auf internationale Karrieremöglichkeiten vorbereiten und ihre beruflichen Perspektiven erweitern können.
Nach dem Praktikum wurden die Teilnehmer dazu ermutigt, über ihre Erfahrungen nachzudenken und Feedback zu geben. Dies erfolgte in Form von Diskussionen, bei denen die Teilnehmer ihre interkulturellen Erkenntnisse und ihre persönliche Entwicklung teilten.
Dementsprechend wurde dieses Ziel erfolgreich umgesetzt.
Ziel 3. Erweiterung des Netzwerks internationaler Partner des Konsortiums durch die Gewinnung von mindestens 3 neuen Partnerinstitutionen pro Jahr.
Bei diesem Ziel handelt es sich um die Erweiterung des Partnernetzwerkes innerhalb der bei Gründung festgelegten Branchen und Berufen, bestehend aus Teilnehmende entsendenden und aufnehmenden Organisationen. Für das Netzwerk wurden Aufnahmekriterien erarbeitet und angewandt, die sichern, dass die neuen Netzwerkpartner die Prozesse aus Ziel 1 mit entsprechender Qualität, Zuverlässigkeit und Werthaltung ausführen.
In Zusammenarbeit mit der HWK Südthüringen konnten neue internationale Partner gewonnen werden. Diese sind:
Walters State Community College in USA
Zespol Szkol Rolniczych im W. Witosa w Legnizy in Polen
Zespol Szkol Ekonomicznych w Wodzislawiu Slaskim in Polen
Zusätzlich konnten wir im Jahr 2022 DEHOGA Thüringen als neuen Konsortialpartner gewinnen. Somit haben wir auch dieses Ziel erfolgreich erreicht.
Ziel 4. Konzipierung, Errichtung und Inbetriebnahme eines Kompetenzzentrums für internationale Berufsbildung in der Region.
In der ersten Projektlaufzeitphase von 2021 bis 2023 wurden Gespräche mit verschiedenen Partnern geführt, darunter die Stadt Gera, die Benary-Schule Erfurt, DEHOGA Thüringen und die Bäckerei Thieme. In Zusammenarbeit mit der Bäckerei Thieme wurde die Idee einer internationalen Berufsschule - eines Kompetenzzentrums - geprüft und ein Konzept ausgearbeitet, das anschließend bestätigt wurde.
Das geplante Kompetenzzentrum wird die in den Zielen 1 und 3 festgelegten Aktivitäten qualitativ erweitern. Dies umfasst die schrittweise Ausdehnung der Tätigkeitsbereiche auf neue Branchen sowie die angemessene Erweiterung des Netzwerks von aufnehmenden und entsendenden Organisationen. Das Konzept für das Zentrum enthält eine strategische Vorgehensweise, zeitliche Dimensionen für die Errichtung und schrittweise Erweiterung, sowie die erforderlichen Kapazitäten.
In der kommenden Phase, basierend auf diesem Konzept, werden die notwendigen Strukturen eingerichtet, Probeläufe für ausgewählte neue Berufe durchgeführt und Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Zentrums geleistet. Diese Aktivitäten werden in enger Zusammenarbeit mit ThAEP e.V. unterstützt. Auch dieses Ziel wurde erfolgreich erreicht.